Qualifizierungsangebot für Fachkräfte des bürgerschaftlichen Engagements und Engagierte in Baden- Württemberg

Oktober 2020 - Juli 2021

Modulbeschreibungen

Ihr Ansprechpartner

Basri Askin

askin@entwicklungswerk.org

+49 711 2155 192

Einführungsmodul (2 Bausteine)

Engagementförderung und ihre Strukturen in Baden-Württemberg (Teil 1)
 Ausschreibungstext: Engagementförderung inspiriert neues Engagement, vermittelt in Organisationen, berät diese, motiviert Menschen, schafft Zugangswege ins Engagement und pflegt Anerkennungskultur. Dies geschieht in Baden-Württemberg auf drei Ebenen: lokal, in den Quartieren und durch Freiwilligenagenturen bzw. Kommunale Anlaufstellen; überregional in verbandlichen und kommunalen Netzwerken sowie auf Landesebene in den verschiedenen Ministerien und den Stiftungen. Das Modul dient dazu, in dieser komplexen Landschaft den Überblick zu erhalten und sich mit den Grundprinzipien der Engagementförderung vertraut zu machen.

Dauer: Abendveranstaltung (4UE)

Dozent*innenpool: Janine Blistle

Botschaft: Eines der wichtigsten Instrumente der Engagementförderung ist Neugier: auf die Potenziale der Menschen, auch wenn diese nicht auf den ersten Blick ins Auge springen, ebenso wie auf die Veränderungen der Gesellschaft, die zu neuen Engagementmotiven führen.

Ziele: Orientierung in der „Engagementlandschaft“

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte (Neueinsteiger)

  • Engagierte in Leitungsfunktionen    

Modulinhalte:

  • Was ist bürgerschaftliches Engagement?

  • Strukturen des BE / Engagementförderung in Ba-Wü

  • Subisidiariätsprinzip

  • Strukturen des Engagements vor Ort — nach der „Flüchtlingskrise“ und in der Pandemie

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • erhalten eine Übersicht über die Vielfalt von Engagement und deren Bedeutung für das Gemeinwesen vor Ort

  • entwickeln ein Verständnis für die Bedeutung von Engagement für die Biografie des Einzelnen

Lehr- und Lernformen: 

  • Vortrag

  • Diskussionsrunden und Kleingruppenarbeit

  • Partnerinterviews

Literaturempfehlungen: 

Zivilgesellschaftliche Handlungsräume
— und ihre Bedeutung für Engagement und Demokratie (Teil 2)

Ausschreibungstext: Mit shrinking spaces wird der schrumpfende Raum für zivilgesellschaftliches Handeln bezeichnet, der sich in zahlreichen Staaten feststellen lässt und dadurch gekennzeichnet ist, dass Bürgerrechte eingeschränkt und demokratierelevante Institutionen ausgehöhlt werden. Mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit für Attac und dem VVN-BdA ist die Diskussion darüber auch in Deutschland angekommen. Aber auch ein Klima der Angst engt Freiheiten ein, sei es durch nahezu alltägliche Beschimpfungen kommunaler Verantwortlicher, durch Gewalt, etwa gegen Minderheiten und gegen jene, die sich für diese und mit ihnen engagieren. All dies sind Aspekte der aktuellen Krise der Demokratie.

Dauer: Halbtagesveranstaltung (6 UE)

Dozent*innenpool: Ralf Vandamme

Botschaft: Wenn Bürgerschaftliches Engagement gelebte Demokratie ist, ist Engagementförderung Demokratieförderung. Wie kann Engagement­förderung heute für eine lebendige Demokratie einstehen?

Ziele: Die gesellschafts-politische Dimensionen zivilgesellschaftlichen Handelns ausloten. Inspiration gewinnen für die eigene Arbeit, die mehr ist als standardisierte Verwaltungstätigkeit.

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

Modulinhalte:

  • Shrinking spaces

  • Krise der Demokratie von Extremismus über Apathie bis Widerstand 2020

  • Verantwortung für zivilgesellschaftlichen Raum übernehmen und übernehmen lassen — die Positionen der Landesengagement­strategie

  • Menschen ohne Bürgerrechte als Teil der Zivilgesellschaft

  • Zivilgesellschaft im internationalen Vergleich — internationales Engagement.

  • Eigene Erfahrungen mit aktuellen Veränderungen von Gesellschaft und Engagement-Motivation.

Lehr- und Lernformen: 

  • Vortrag

  • Diskussionsrunden und Kleingruppenarbeit

Literaturempfehlungen: 

Zivilgesellschaft, Partizipation und Netzwerkarbeit (4 Bausteine)

Zielorientierte Netzwerkarbeit

Netzwerke gewinnen zunehmend an Bedeutung – sei es zur Stärkung der lokalen Engagementförderung, der gemeinsamen Fördermittelakquise und Projektumsetzung oder der intersektoralen Zusammenarbeit. Doch wie kommt man in solche Netzwerke hinein? Welche Herausforderungen bestehen in einer wirkungsorientierten Zusammenarbeit, wenn Akteure mit unterschiedlichen kulturellen, professionellen und institutionellen Erfahrungshintergründen gemeinsam in einem Netzwerk tätig sind? Mit welchem Verständnis von Wirkung bringen sich Akteure in lokale Netzwerke ein?  Das Seminar vermittelt theoretische Kenntnisse zu den Grundlagen und Funktionsweisen von Netzwerken und zeigt auf, wie verschiedene Netzwerkstrategien gestaltet werden können. In Übungen werden Kommunikations- und Kooperationstechniken für die Arbeit in Netzwerken und mit Kooperationspartner*innen erprobt und Stolpersteine aufgezeigt.

Dauer: Abendveranstaltung (4 UE)

Dozent*innenpool: Johannes Fuchs

Botschaft: „Wer allein arbeitet addiert, wer intelligent kooperiert, der  multipliziert“

Ziele: 

  • Die Teilnehmenden sollen verstehen, warum Netzwerke so bedeutsam sind

  • Es wird ein Verständnis entwickelt, dass die Welt im Großen und Kleinen und die Gesellschaft vor allem durch erfolgreiche Netzwerksteuerung weiterentwickelt wird

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

  • Engagierte in Leitungsfunktionen  

Modulinhalte:

  • Grundverständnis von Netzwerken und deren Funktionsweisen

  • Vermittlung ausgewählter Netzwerkinstrumente

  • Determinanten gelingender Netzwerkarbeit

  • Fallstricke und Stolpersteine 

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • Kennen die relevanten BE-Akteure / MSO auf lokaler und überregionaler Ebene und deren Netzwerke

  • Kennen die Erfolgsfaktoren erfolgr. Netzwerkmanagements.

  • reflektieren die Zielsetzungen der Netzwerkarbeit hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Bedeutung für das lokale Engagement vor Ort  

Lehr- und Lernformen: 

  • Vortrag, Übungen

  • Diskussion, Kleingruppenarbeit

  • praktische Gruppenarbeit

Literaturempfehlungen: 

  • Groß, Dirk (2006): Determinanten erfolgreicher Netzwerkarbeit. In: Univation GmbH (2006): S. 57–66


Bürger*innenbeteiligung und zivilgesellschaftliches Engagement

Seit der Aufklärung ist der „mündige Bürger“ vorwiegend männlich, weiß und wohlhabend. Lange Zeit blieben den Frauen die Bürgerrechte verwehrt, ebenso den Abhängigen, Rechtlosen und Fremden beider Geschlechter. Bürgerschaftliches Engagement und die Zivilgesellschaft ist bis heute geprägt von Prozessen der Ermächtigung in patriarchalen Strukturen und von Prozessen des Teilens von Macht und Ressourcen in Umverteilungskonflikten von (angestammten) Besitzständen. Welchen Einfluss hat die Verwobenheit verschiedener Kategorien sozialer Ungleichheit bspw. Geschlecht (gender), Ethnie (race) und Schicht (class) auf die Bürger*innenbeteiligung?
Wie können Empowerment-Prozesse einerseits und Interessenskonflikte andererseits erkannt und begleitet werden?

Dauer: Ganztagesveranstaltung (8 UE)

Dozent*innenpool: Beate Blank (DHBW)

Botschaft: Mit reziproken Beziehungen (Teilhabe und Teilgabe) zwischen möglichst allen Bevölkerungsgruppen versuchen demokratische Gesellschaften Interessenskonflikte auszugleichen. Sie beeinflussen die rechtsstaatliche Sicherheit und bewältigen den stetigen sozialen, ökonomischen und ökologischen Wandel.

Ziele: 

  • Es werden Ideen für die Gestaltung von Reziprozität in Bürger*innenbeteiligungsprozessen, unter den Bedingungen der Verwobenheit sozialer Ungleichheiten, entwickelt.

  • Es gibt einen Einblick in neue Partizipationsformen.

  • Es besteht eine Sensibilität für Voraussetzungen und Fallstricke von Ermächtigung und das Teilen von Macht.

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

Modulinhalte:

  • Begriffsklärungen: Verwobenheit (Intersektionalität) sozialer Ungleichheit und Kritisches Weißsein (Critical-Whiteness); Empowerment (Power/Macht, Stufen der Partizipation);

  • Neue Partizipationsformen: Entwicklung eigener Ideen und Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

  • Good-Practice Beispiele.

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • haben ein Verständnis für Voraussetzungen und Bedingungen einer diversen Bürger*innenbeteiligung;

  • haben einen Einblick in Chancen und Grenzen von neuen Formen der Bürger*innenbeteiligung;

Lehr- und Lernformen: 

  • Impulsvortrag, Gruppenarbeit und Plenumsgespräch

  • Reflexions- und Beteiligungsfördernde Methoden

Dokumentation: http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/vielfaeltige-demokratie-gestalten/projektnachrichten/projektnachricht-dritte-allianztagung/

Stärkung der Anerkennungskultur

Menschen engagieren sich auf vielfältige Weise und in unterschiedlichen Initiativen und Organisationen in diesem Land. Dies geschieht mit unterschiedlichen Motivationen, die mit persönlichen Erfahrungen Einzelner und Traditionen von Gruppen, Initiativen und Organisationen zu tun haben .Ebenso vielfältig wie das Engagement sind die Formen von Wertschätzung und Anerkennung, die sich entwickelt haben und ohne die Engagement nicht möglich wäre. Um Engagement zu stärken und Menschen für ein Engagement zu gewinnen oder zu halten braucht es eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung, die von den Wünschen und Bedürfnissen der Engagierten ausgeht, manchmal auch gemeinsam mit diesen entwickelt oder weiterentwickelt wird. Wenn dieses Engagement in einer Kommune einem Verein oder einer Initiative öffentlich sichtbar gemacht und durch Formen der Anerkennung wertgeschätzt wird, nützt das allen: Den Engagierten, der Kommune und der Zivilgesellschaft insgesamt.

Dauer: Ganztagesveranstaltung (8 UE)

Dozent*innenpool: Martin Link

Botschaft: Anerkennung und Wertschätzung der Engagagierten als Kultur zu etablieren und sichtbar zu machen ist die Voraussetzung für vielfältiges Bürgerengagement.

Ziele: 

  • Welche Formen von Anerkennung brauchen Engagierte?

  • Sichtbar machen der vorhandenen Formen von Anerkennungskulturen

  • Beispiele und Formen von Anerkennungskulturen kennenlernen

  • Anerkennungskulturen weiterentwickeln

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

Modulinhalte:

  • Anerkennungskultur als wichtiges Element in der Engagementförderung verstehen lernen

  • Welche Anerkennungformen sind den TN bekannt

  • Wie entsteht Anerkennungskultur

  • (Weiter)entwickeln einer Anerkennungskultur in der Migrationsgesellschaft

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • Die Kursteilnehmenden verstehen wie Anerkennungskultur aussehen kann und wie man sie weiterentwickelt.

Lehr- und Lernformen: 

  • Felderkundung, Kreativworkshop, Gruppendiskussion

  • Gruppenpräsentation

Literaturempfehlungen:

  • Engagement organisieren- Freiwilligenmanagement in sozialen Organisationen  Hrsg: Der Paritätische in BW


Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum am Beispiel älter Menschen

In einer kleinen Gemeinde macht sich eine Gruppe von Bürger*innen Gedanken über die künftige pflegerischer Versorgungssituation vor Ort. Sie möchten einen Beitrag leisten zum Aufbau von Selbsthilfestrukturen auf dem Dorf, weiß aber nicht so recht, wie sie dies angehen könnte. Es gibt verschiedene Ideen, die aber noch keine feste organisatorische Form gefunden haben. In diesem Workshop werden Wege und Möglichkeit aufgezeigt, wie die Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen auf dem Land durch das niederschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebot der Agentur Pflege engagiert wirksam vorangetrieben werden kann.   

Wahlweise kann im Modul das Thema „Engagement von Jugendlichen im ländlichen Raum“ aufgegriffen werden.

Dauer: Ganztagesveranstaltung (8 UE)

Dozent*innenpool: Petra Kümmel, Dr. Paul-Stefan Roß

Botschaft: Lebenswerte Dörfer durch sorgende Gemeinschaften

Ziele: 

  • Sie entwickeln Ideen und lernen Wege kennen diese umzusetzen.

  • Sie kennen notwendige Erfolgsfaktoren zum Aufbau einer sorgenden Dorfgemeinschaft

  • Sie haben einen Überblick über Fördermöglichkeiten für Initiativen des Ehrenamtes in der Pflege und der Selbsthilfe in der Pflege (SGB XI)

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

Modulinhalte:

  • Was verstehen wir unter einer sorgenden Gemeinschaft?

  • Bürgerschaftliches Engagement in vielfältiger Weise – Teilhabe und Beteiligung in den Bereichen Mobilität – Bewegung, Ernährung, Digitalisierung, Soziale Kontakte und Wohnen.

  • Förderungen und Finanzen, die Rolle der Kommune.

  • Best Practice Beispiele

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • entwickeln ein Verständnis zur Situation von Älteren und Hochaltrigen und ihren Potentialen und den pflegenden Angehörigen.

  • kennen Wege ihre Initiativen zu entwickeln und Förderung zu erlangen. 

Lehr- und Lernformen: 

  • Sensibilisierungsübungen

  • Impulsvortrag

  • Gruppenarbeiten mit Antragsworkshop

Literaturempfehlungen:

Modulbeschreibungen

Ihr Ansprechpartner

Basri Askin

askin@entwicklungswerk.org

+49 711 2155 192

Einführungsmodul (2 Bausteine)

Engagementförderung und ihre Strukturen in Baden-Württemberg (Teil 1)
Engagementförderung inspiriert neues Engagement, vermittelt in Organisationen, berät diese, motiviert Menschen, schafft Zugangswege ins Engagement und pflegt Anerkennungskultur. Dies geschieht in Baden-Württemberg auf drei Ebenen: lokal, in den Quartieren und durch Freiwilligenagenturen bzw. Kommunale Anlaufstellen; überregional in verbandlichen und kommunalen Netzwerken sowie auf Landesebene in den verschiedenen Ministerien und den Stiftungen. Das Modul dient dazu, in dieser komplexen Landschaft den Überblick zu erhalten und sich mit den Grundprinzipien der Engagementförderung vertraut zu machen.

Dauer: Abendveranstaltung (4UE)

Dozent*innenpool: Janine Blistle

Botschaft: Eines der wichtigsten Instrumente der Engagementförderung ist Neugier: auf die Potenziale der Menschen, auch wenn diese nicht auf den ersten Blick ins Auge springen, ebenso wie auf die Veränderungen der Gesellschaft, die zu neuen Engagementmotiven führen.

Ziele: Orientierung in der „Engagementlandschaft“

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte (Neueinsteiger)

  • Engagierte in Leitungsfunktionen    

Modulinhalte:

  • Was ist bürgerschaftliches Engagement?

  • Strukturen des BE / Engagementförderung in Ba-Wü

  • Subisidiariätsprinzip

  • Strukturen des Engagements vor Ort — nach der „Flüchtlingskrise“ und in der Pandemie

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • erhalten eine Übersicht über die Vielfalt von Engagement und deren Bedeutung für das Gemeinwesen vor Ort

  • entwickeln ein Verständnis für die Bedeutung von Engagement für die Biografie des Einzelnen

Lehr- und Lernformen: 

  • Vortrag

  • Diskussionsrunden und Kleingruppenarbeit

  • Partnerinterviews

Literaturempfehlungen: 

Zivilgesellschaftliche Handlungsräume
— und ihre Bedeutung für Engagement und Demokratie (Teil 2)

Mit shrinking spaces wird der schrumpfende Raum für zivilgesellschaftliches Handeln bezeichnet, der sich in zahlreichen Staaten feststellen lässt und dadurch gekennzeichnet ist, dass Bürgerrechte eingeschränkt und demokratierelevante Institutionen ausgehöhlt werden. Mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit für Attac und dem VVN-BdA ist die Diskussion darüber auch in Deutschland angekommen. Aber auch ein Klima der Angst engt Freiheiten ein, sei es durch nahezu alltägliche Beschimpfungen kommunaler Verantwortlicher, durch Gewalt, etwa gegen Minderheiten und gegen jene, die sich für diese und mit ihnen engagieren. All dies sind Aspekte der aktuellen Krise der Demokratie.

Dauer: Halbtagesveranstaltung (6 UE)

Dozent*innenpool: Ralf Vandamme

Botschaft: Wenn Bürgerschaftliches Engagement gelebte Demokratie ist, ist Engagementförderung Demokratieförderung. Wie kann Engagement­förderung heute für eine lebendige Demokratie einstehen?

Ziele: Die gesellschafts-politische Dimensionen zivilgesellschaftlichen Handelns ausloten. Inspiration gewinnen für die eigene Arbeit, die mehr ist als standardisierte Verwaltungstätigkeit.

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

Modulinhalte:

  • Shrinking spaces

  • Krise der Demokratie von Extremismus über Apathie bis Widerstand 2020

  • Verantwortung für zivilgesellschaftlichen Raum übernehmen und übernehmen lassen — die Positionen der Landesengagement­strategie

  • Menschen ohne Bürgerrechte als Teil der Zivilgesellschaft

  • Zivilgesellschaft im internationalen Vergleich — internationales Engagement.

  • Eigene Erfahrungen mit aktuellen Veränderungen von Gesellschaft und Engagement-Motivation.

Lehr- und Lernformen: 

  • Vortrag

  • Diskussionsrunden und Kleingruppenarbeit

Literaturempfehlungen: 

 
 
 
 
 
 

Digitalisierung (3 Bausteine)

Moderne Vereinsorganisation

Der Verein ist die am meisten verbreitete Organisationsform in Deutschland. Es gibt insgesamt ca 600 000 Vereine, die das kulturelle, soziale und gesellschaftliche Leben gestalten. Fast jeder kennt Vereine, viele sind Mitglied eines oder mehrerer Vereine und einige davon übernehmen auch Verantwortungspositionen im Vorstand. Viele Vereine leben davon, dass sich ihre Mitglieder freiwillig und in Ehrenämtern engagieren.

Nachhaltige Vereinsführung ist dann zukunftsweisend zu gestalten, wenn die in Führungspositionen Verantwortlichen ihr Handeln ständig reflektieren, Anregungen der Mitglieder und von außen aufnehmen und sich als lernende Organisation begreifen.

Dauer: Wochenendveranstaltung (8 UE)

Dozent*innenpool: Martin Link

Botschaft: Wenn ein Verein Zukunft haben will, muss er sich weiterentwickeln und einen breiten Meinungsbildungsprozess ermöglichen

Ziele: 

  • Führungsverhalten im Verein reflektieren, verstehen und weiterentwickeln

Zielgruppe(n): 

  • Engagierte in Leitungsfunktionen 

Modulinhalte:

  • Mitglieder gewinnen, halten und in Entscheidungsprozesse einbinden

  • Dynamische Führungskonzepte entwickeln

Lernziele: 

  • Die Kursteilnehmenden lernen angemessene Führungskonzepte zu entwickeln

Lehr- und Lernformen: 

  • Moderierter Erfahrungsaustausch

  • Führungscoaching

Literaturempfehlungen: 

  • Engagement braucht Leadership - Stärkung von Vereinen und ihren Vorständen als Zukunftsaufgabe, Dr. Thomas Röbke Im Auftrag der Robert Bosch Stiftung

Online-Seminar „Datenschutz in sozialen Netzwerken“

Datenschutz ist heute ein sehr sensibles, aber auch komplexes Thema. Das Datenschutzrecht ist nicht nur geprägt von einer Vielzahl unbestimmter Rechtsbegriffe, sondern befindet sich gegenwärtig auch in einer Phase umfangreicher gesetzlicher Reformen.

Das Online-Seminar vermittelt die wesentlichen Grundlagen, Ziele und Begriffe des Datenschutzes, einschließlich der aktuellen Rechtslage. Darüber hinaus bietet es einen Einblick in die technischen Möglichkeiten zur Speicherung und Weiterverarbeitung von personenbezogenen Daten.

Dauer: Halbtagesveranstaltung (4 UE)

Dozent*innenpool: Hans-Jürgen Schwarz (angefragt)

Botschaft: Das Netz vergisst nichts    

Ziele: 

  • Ausgehend von einer grundlegenden Einführung lernen die Teilnehmenden die wichtigsten Begriffe und Prinzipien des Datenschutzes kennen und bekommen hilfreiche Informationen, um diese möglichst aufwandssparend in der eigenen Organisation umzusetzen.

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

  • Engagierte in Leitungsfunktionen

Modulinhalte:

  • Begriffe, Definitionen, Datenschutzprinzipien, Rechte der Betroffenen

  • Datenschutz und Datensicherheit im Internet

  • Aktuelle Diskussionen 

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • erhalten einen Überblick über Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit im Internet, Telekommunikationsverkehr und sozialen Netzwerken

Lehr- und Lernformen: 

  • Impulsvortrag

  • Sensibilisierungsaufgaben

Literaturempfehlungen:

Online-Seminar „Digitale Freiwilligengewinnung“

Die Gewinnung und Einbindung insbesondere von jungen Ehrenamtlichen und Freiwilligen stellt für viele Organisationen eine Herausforderung dar und erfordert neue Strategien. Von der Bedarfsanalyse und Identifizierung passender Einsatzfelder über die Wahl der richtigen Akquise-Kanäle bis hin zur zielgruppengerechten Ansprache müssen die Aktivitäten an die neue Zielgruppe angepasst werden, um sie und ihre Fähigkeiten bestmöglich in die eigene Arbeit einbinden zu können. Das Online-Seminar gibt einen Einblick in die Bedürfnisse und Motivationen der „neuen“ Ehrenamtlichen und vermittelt praktische Kenntnisse zur Ansprache und Gewinnung der jungen Freiwilligen.

Dauer: Halbtagesveranstaltung (6 UE)

Dozent*innenpool: Sebastian Demuth

Ziele: 

  • Verständnis für eine junge Zielgruppe entwickeln und Unterschiede zwischen „altem“ und „jungem“ Ehrenamt erkennen

  • Motive und beliebte Engagementformate von jungen Freiwilligen kennenlernen

  • Aufgabenprofile entwickeln, die speziell junge Freiwillige ansprechen

  • Tools und Kanäle zur Gewinnung von jungen Freiwilligen kennenlernen

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

  • Engagierte in Leitungsfunktionen

Modulinhalte:

  • Medienwandel: Digitalisierung und die Bedeutung von Facebook, Youtube und Co.

  • Einsatz des richtigen Werkzeugs: Welches Medium passt zu meinen Zielgruppen?

  • FilterBubble: Personalisierte Informationen, und warum können wir nicht alles sehen?

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • kennen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten und wissen welche Kanäle für ihre Zielgruppen relevant sind

  • kennen Tools, die sie bei der Umsetzung von Maßnahmen unterstützen

  • sind für die Thematik der barrierefreien Posts sensibilisiert und kennen wichtige Faktoren, um diese zu erstellen

Lehr- und Lernformen: 

  • Videokonferenz 

  • Feedback und Erfahrungsaustausch

Literaturempfehlungen:

 
 
 

Engagement in einer Gesellschaft der Vielfalt (4 Bausteine)

Bürgerschaftliches Engagement und Inklusion

„Die Öffnung aller Lebensbereiche für Menschen mit Behinderungen“ fordert die UN-Behindertenrechtskonventi­on: und das in 160 Staaten, die die Konvention bis heute unterzeichnet haben. Aller Lebensbereiche – das bedeu­tet auch den Bereich des freiwilligen Engagements. Und das ist gut so. Freiwilliges Engagement ist in der deutschen Debatte um eine inklusive Umgestaltung der Gesellschaft noch immer unterrepräsentiert. Dabei steckt großes inklusives Potenzial in der Grundidee des freiwilligen Engagements: Jede und jeder soll sich in Gesellschaft einmischen und sie mit seinen/ihren Ideen mitgestalten können. Das Thema hat die Kraft, ein „Inklusionsmotor“ zu sein. In diesem Modul erfahren Sie hilfreiche Tipps und Anregungen, wie Inklusion Engagement bereichern kann.

Dauer: Ganztagesveranstaltung (8 UE)

Dozent*innenpool: Ralf Baumgarth

Botschaft: Freiwilliges Engagement ist gelebte Teilhabe. Es ermöglicht, ganz verschiedene Rollen einzunehmen und bietet gerade für Menschen mit Behinderungen eine Möglichkeit, in die Rolle des Unterstützenden zu wechseln, statt immer als Unterstützte*r wahrgenommen zu werden.

Ziele: 

  • Es gibt ein Verständnis für die Bedeutung von Inklusion für das freiwillige Engagement.

  • Es besteht eine Sensibilisierung für Teilhabe-Barrieren innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation und Wissen, diese abzubauen

  • Es wurden Ideen entwickelt, um Menschen für Engagement- Angebote zu erreichen, die bisher nicht teilhaben konnten 

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

  • Engagierte in Leitungsfunktionen 

Modulinhalte:

  • Begriffsklärung Inklusion (im Kontext von Teilhabe)

  • Anforderungen an freiwilliges Engagement von Menschen mit Behinderungen

  • Rechtsfragen im inklusiven Engagement

  • Good-Practice Beispiele aus der Praxis

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • kennen die Bedeutung des Begriffs Inklusion und seiner Bedeutung für Teilhabe durch Engagement

  • haben ein Verständnis von Inklusion nicht nur als Zusatzprojekt sondern auch als Bestandteil der täglichen Arbeit entwickelt

  • können Engagementmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Potentiale für Inklusion besser einschätzen und ggf. optimieren.

Lehr- und Lernformen: 

  • Sensibilisierungsübungen, Impulsvortrag

  • Murmelrunden, Gruppenarbeiten / Fallstudien

Literaturempfehlungen: 

  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) „Leitfaden: Teilhabe möglich machen.

Gender und Transkulturalität im Kontext Bürgerschaftlichen Engagements

Das sozial konstruierte Geschlecht ist in vielfältiger Weise prägend für das Bürgerschaftliche Engagement. Im Gesellschaftskonzept der Transkulturalität, das von dem Philosophen Wolfgang Welsch entwickelt wurde, sollen alle unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Ort der Geburt und soziokultureller Prägung teilhaben können. Aber ist dies nicht ein Ideal, das unter dem Stichwort „Multikulti“ verschleiert und somit legitimiert wird? Kann Transkulturalität im Verständnis der Wertschätzung von Gender und Diversität gelingen? Wie lassen sich Potentiale von Menschen freisetzen, die in mehreren Kulturen beheimatet sind?

Dauer: Ganztagesveranstaltung (8 UE)

Dozent*innenpool: Dr. Beate Blank (DHBW)

Botschaft: Die Kategorie Gender ist in kulturellen Kontexten für die gesamte Gesellschaft konstitutiv. Dies führt oft zu Geschlechterstereotypen und kulturellen Zuschreibungen. Doch die Verflechtung von verschiedenen miteinander verwobenen Elementen macht jedes Individuum auf seine einzigartige Art und Weise transkulturell. Menschen der gleichen Ethnie können sehr viel unterschiedlicher sein, als Menschen aus fremden Kulturen.  

Ziele: 

  • Es besteht ein Verständnis für die Konstruktion und Herstellung von sozialen Geschlechtern (Doing Gender) im Kontext von Kulturalisierungen.

  • Es hat sich ein differenzierter Blick für die Potentiale transkultureller Lebenswelten und für Menschen entwickelt, die sich in zwei (und mehr) Kulturen beheimatet fühlen.

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

  • Engagierte in Leitungsfunktionen

Modulinhalte:

  • Begriffsklärungen: Soziales Geschlecht und Geschlechter in der Genderforschung. Geschlechtervielfalt (LSSTBQ-Bewegung). Der Kritische Kulturbegriff und Kulturalisierung. Sexismus und Rassismus.

  • Reflexion: Geschlecherstereotype als eine von vielen „Kulturalisierungsfallen“ und Ausgrenzungsmechanismen.

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • kennen die Konstruktion der Begriffe Gender und Doing-Gender sowie des Dritten Geschlechts; die Entstehung von Sexismus und Rassismus; das Gesellschaftskonzept der Transkulturalität in Abgrenzung zu Multi- und Interkulturalität

  • können das Beheimatetsein von bürgerschaftlich Engagierten in verschiedenen Identitäten und Kulturen wertschätzend vermitteln.

Lehr- und Lernformen: 

  • Partner*inneninterview, Bildinterpretationen

  • Gruppenarbeit, Plenumsgespräch, Impulsvortrag, Story Telling

Literaturempfehlungen:

  • Ateş, S. (2007): Der Multikulti-Irrtum. Berlin: Ullstein.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen (CSR)

Seit vielen Jahren engagieren sich Unternehmen in der Gesellschaft. Inzwischen tun sie es vielfach zielgerichtet z.B. im Rahmen einer CSR (Corporate Social Responsibility)-Strategie nicht mehr in Form von Geld, sondern durch Zeit, Mitarbeiterengagement Knowhow-Transfer. Welche Motive haben Unternehmen, sich zu engagieren? Wie lassen sie sich als Partner für Themen und Vorhaben mit Bezug zum bürgerschaftlichen Engagement (vor Ort) gewinnen? Welche Rahmenbedingungen gilt es zu beachten, damit es gelingt, dass alle Beteiligten von der Kooperation profitieren?

Dauer: Halbtagesveranstaltung (6 UE)

Dozent*innenpool: Ralf Baumgarth

Botschaft: Gesellschaftliche Verantwortung (CSR) als Unternehmensstrategie gewinnt in der Wirtschaft an Bedeutung. Dies bietet die Chance für Akteure im Bereich des BE Kooperationen mit Unternehmen jenseits von Spenden und Sponsoring zu entwickeln. Der Aufbau solcher Kooperationen kann unterstützt werden durch „Mittlerstrukturen“

Ziele: Es gibt ein Verständnis

  • von CSR als Unternehmensstrategie und Anknüpfungspunkten für das Thema bürgerschaftliches Engagement.

  • der (inhaltlichen) Kooperation mit Unternehmen jenseits von Geld über Möglichkeiten der Anbahnung von Unternehmenskooperationen z.B. durch Kommunen und andere Anlaufsstellen (Freiwilligenagenturen, Kammern, …)

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

  • Engagierte in Leitungsfunktionen

  • Unternehmen und soziale und gemeinnützige Organisationen

Modulinhalte:

  • Wissen über Motive und Formen des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen

  • Kenntnis über Ziele und Rahmenbedingungen sowie Grenzen

  • Ideenentwicklung für Themen und Formen von Unternehmenskooperationen und Möglichkeiten zu ihrer Anbahnung durch Mittler

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • haben ein Verständnis von CSR und Anknüpfungspunkten für die eigene Kooperation mit Unternehmen entwickelt

  • können einschätzen, worin der Nutzen für die eigene Organisation zur Kooperation mit Unternehmen bestehen kann

  • haben Anknüpfungspunkte zur Kooperation mit Unternehmen identifiziert und erste Ideen zur deren Umsetzung entwickelt

Lehr- und Lernformen: 

  • Partner*innen_Interviews, Impulsvortrag

  • Plenumsgespräch, Gruppenarbeiten, Fallstudien

Literaturempfehlungen:


Exkursion in Projekte und/oder soziale Milieus

Die Landschaft des BE ist so vielfältig wie unsere Gesellschaft insgesamt. Es gibt unterschiedliche Kulturen, Szenen mit entsprechenden Gepflogenheiten und kommunikativen und sozialen Traditionen. Manche Gruppierungen im BE gestalten sich den sozialen Milieus entsprechend, andere milieu - übergreifend nach Themen, Altersgruppen, politischer Haltung oder Betroffenheit. Auch in der eigenen Kommune führen die unterschiedlichen BE Kulturen oft ein Eigenleben, das es außenstehenden schwer macht, diese zu verstehen oder Zugang zu finden. Über Exkursionen kann ein besseres Verständnis, Vertrauen und Wertschätzung entstehen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Kooperation und Netzwerkbildung.

Dauer: Abendveranstaltung (6 UE)

Dozent*innenpool: Martin Link

Botschaft: Die Vielfalt des Engagements hautnah erleben

Ziele:

  • Zugang zu den unterschiedlichen BE Milieus finden, um Zusammenhalt und Kooperationsfähigkeit  zu stärken.

Zielgruppe(n): 

  • BE-Fachkräfte

  • Engagierte in Leitungsfunktionen

Modulinhalte:

  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Exkursion in unterschiedliche bürgerschaftliche Projekte

Lernziele: Die Kursteilnehmenden

  • lernen die Landschaft des BE ganz praktisch kennen, weiten ihren Blick und erfahren Möglichkeiten von Vernetzung und Kooperation

Lehr- und Lernformen: 

  • Sensibilität für soziale Milieus entwickeln

  • Auseinandersetzung mit und Reflexion von Milieustudien

  • Wertschätzendes „Eintauchen“ in fremde Milieus Erkundungsformen erproben

Literaturempfehlungen:

  • Praxis der Sinus-Milieus®

  • Grundlagenwerk zu Gegenwart und Zukunft eines modernen Gesellschafts- und Zielgruppenmodells, Springer Verlag

  • EXKURSION  PLANEN UND DURCHFÜHREN – Österreichisches Rotes Kreuz

 
 
 
 

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