Sozialintegrative Pflegekräfterekrutierung aus China und der Türkei

In Deutschland herrscht im Pflegesektor großer Fachkräftemangel; infolge der demografischen Entwicklung ist er bereits akut. Nach einer Studie werden bis 2030 allein in der stationären und ambulanten Altenpflege über 200.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht, davon knapp die Hälfte Altenpflegefachkräfte. Der Bedarf kann mittel- und langfristig jedoch weder durch einheimische Kräfte noch durch Arbeitskräfte aus EU-Mitgliedstaaten gedeckt werden. Die Gewinnung von Fachkräften aus Drittstaaten gewinnt als ergänzende Maßnahme zunehmend an Bedeutung. Die Anwerbepraxis insbesondere von Pflegekräften aus dem Ausland verdeutlicht, dass das Erlernen der deutschen Sprache, speziell auch der pflegerischen Fachsprache und generell die Bewältigung der beträchtlichen kulturellen Unterschiede eine große Herausforderung darstellt. Um den Austausch innerhalb der Pflegeberufe zwischen Deutschland, China und der Türkei zu fördern, unterstützt das Entwicklungswerk junge Menschen aus dem Ausland dabei im Pflege- und Gesundheitssektor in Deutschland nachhaltig Fuß zu fassen.

Das Entwicklungswerk verfolgt dabei einen sozialintegrativen Ansatz, d.h. den Interessierten soll dabei nicht nur eine Arbeitsperspektive in Deutschland (Vor- und Nachqualifizierung, Vermittlung von Ausbildungsplätzen, Begleitung im Anerkennungsverfahren etc.) geboten werden, sondern sie sollen auch begleitet werden, um sich sozial und gesellschaftlich zu integrieren. Kurzum: Arbeits- und Lebensperspektive werden zusammen gedacht. Um dies zu gestalten arbeiten wir im In- und Ausland eng mit Partnern zusammen wie z.B. Chinese Peoples Association For Friendship with Foreign Countries (CSC), Beijing.

Für nähere Informationen steht Ihnen Herr Basri Askin telefonisch unter 0711 / 2155 – 192 oder per Email: askin[at]entwicklungswerk.org gerne zur Verfügung.